Szenario
Eine Übung, konkret.
Die Frage vor der ersten Übung lautet immer gleich: Kann dabei etwas kaputtgehen. Hier der genaue Ablauf und warum die Antwort nein lautet.
Der Ablauf
- 01
Vorher: Der Umfang wird schriftlich festgelegt
Welcher Dienst, aus welcher Sicherung, auf welche getrennte Umgebung, mit welchem Erfolgskriterium. Alles, was die Produktion berühren würde, ist ausdrücklich ausgeschlossen und kann während der Übung nicht ergänzt werden.
- 02
Währenddessen: messen und festhalten
Jeder Schritt erhält einen Zeitstempel, auch Wartezeiten und Suchen. Ein Wiederanlauf, der zwanzig Minuten an einem unauffindbaren Passwort hängt, zählt zur Dauer: Genau das soll gemessen werden.
- 03
Danach: Bericht und Lücken
Die erreichte Dauer, verglichen mit dem akzeptierten Ziel. Die Liste der Lücken, jede mit verantwortlicher Person und Frist. Und die Aktualisierung des Verfahrens dort, wo es sich als falsch oder unvollständig erwiesen hat.
Die Produktion wird nicht berührt
Die Übungen laufen auf einer wiederhergestellten, von der Produktion getrennten Umgebung. Jede Handlung, die sie beträfe, wird vorher angekündigt, geplant und von Ihnen freigegeben. Eine Übung, die einen Produktionsunterbruch verlangen würde, wird als solche vorgeschlagen, mit ihrem Zeitfenster, und bleibt Ihr Entscheid.
Die erste Übung scheitert oft, und das ist nützlich
Bei einem nie getesteten Dispositiv erreicht eine erste Übung das Zeitziel selten. Das ist kein schlechtes, sondern das erwartete Ergebnis, und es rechtfertigt, sie früh durchzuführen statt aufzuschieben.
Entscheidend ist der Abstand zwischen erster und zweiter Übung. Sind die festgehaltenen Punkte geschlossen, kommt das Dispositiv voran. Sind sie weiterhin offen, ist das Problem nicht technisch, sondern eines der Abwägung oder der Mittel, und es gehört vor die Geschäftsleitung.
Wir weigern uns, eine auf Anhieb gelungene erste Übung als Beleg für Robustheit darzustellen. Meist bedeutet sie, dass der geprüfte Umfang zu einfach war.
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Sagen Sie uns, welche Anwendungen Sie nicht verlieren dürfen, wie lange Sie ohne sie durchhalten und wann zuletzt eine Wiederherstellung wirklich getestet wurde. Antwort innerhalb von zwei Arbeitstagen.
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Sagen Sie uns, wann zuletzt eine Wiederherstellung getestet wurde. Lautet die Antwort «nie», beginnen wir dort.
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