Szenario

Das Szenario, das eine Sicherung wertlos macht.

Moderne Ransomware verschlüsselt nicht zuerst. Sie holt sich Administrationsrechte, sucht die Sicherungen, löscht oder verschlüsselt sie und löst erst dann aus. Die Frage ist nicht, ob Sie sichern, sondern ob Ihre Sicherungen jemanden mit Ihren eigenen Rechten überstehen.

Die Ausgangslage

Der häufigste Fall im KMU: Die Sicherungen liegen auf einer Netzwerkfreigabe oder auf demselben Hypervisor und sind mit dem Domänen-Administrationskonto erreichbar. Das Dispositiv taugt gegen einen Hardwareausfall und nichts gegen einen Angriff.

Der zweite Fall: Die Sicherungen sind sauber getrennt, aber niemand hat je geprüft, ob die Anlaufreihenfolge bekannt ist. Die Anwendung wird vor dem Authentisierungsdienst wiederhergestellt, startet nicht, und man verliert Stunden mit der Ursachensuche, während der Betrieb stillsteht.

Der dritte und teuerste: Die Entscheide wurden nicht in Ruhe getroffen. Wer entscheidet über die Netztrennung, wer spricht mit der Kundschaft, wer ruft die Versicherung an, ab wann wird gemeldet. Diese Abwägungen in der Panik kosten mehr als die Technik.

Was vorher vorbereitet wird

Keiner dieser Punkte lässt sich während eines Vorfalls einrichten.

  • Eine für die Administration unerreichbare Kopie

    Ausserhalb der Domäne, mit eigenen Zugangsdaten, idealerweise für eine festgelegte Dauer nicht überschreibbar. Das ist der einzige wirklich nicht verhandelbare Punkt.

  • Eine getestete Anlaufreihenfolge

    Abhängigkeiten zwischen Diensten in einer Übung festgestellt und geprüft, nicht aus einem Architekturschema abgeleitet.

  • Verortete Notzugänge

    Die für den Wiederanlauf nötigen Zugangsdaten, ausserhalb des Systems aufbewahrt, das sie wiederherstellen sollen, mit einem Zugriffsverfahren, das mehr als eine Person kennt.

  • Eine schriftliche Entscheidungskette

    Wer entscheidet was, in welcher Reihenfolge, und wer benachrichtigt Versicherung und zuständige Behörden. In Ruhe festgelegt und den Beteiligten bekannt.

  • Eine verfügbare Wiederherstellungsumgebung

    Genug Kapazität, um wiederherzustellen, ohne die kompromittierte Infrastruktur zu verwenden, von der man noch nicht weiss, ob sie sauber ist.

Unsere Haltung zur Lösegeldzahlung

Wir beraten nicht zur Zahlung eines Lösegelds, treten nicht als Vermittler auf und beteiligen uns an keiner Verhandlung. Diese Fragen gehören zu Ihrer Geschäftsleitung, Ihrer Versicherung, einer Rechtsvertretung und den zuständigen Behörden. Unsere Arbeit besteht darin, dass sich die Frage möglichst selten stellt.

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Sagen Sie uns, welche Anwendungen Sie nicht verlieren dürfen, wie lange Sie ohne sie durchhalten und wann zuletzt eine Wiederherstellung wirklich getestet wurde. Antwort innerhalb von zwei Arbeitstagen.

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